Interview mit David Kirsch

Interview mit David Kirsch - BSC Inside

Im Rahmen unseres Social-Media Adventskalenders auf Instagram haben wir in den letzten Tagen ein Interview mit unserem B-Junioren Trainer David Kirsch geführt. David trainiert seit diesem Jahr unsere B-Junioren in der Landesklasse Mitte.

1. Hey David, warum bist du Trainer geworden?

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Das ist tatsächlich schon länger her. Ich wurde damals als Juniorenspieler von meinem eigenen Trainer angesprochen, ob ich denn nicht im Verein die Bambini trainieren möchte. Im Hinblick auf meinen Berufswunsch war das damals natürlich sehr hilfreich und eine gute Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln. Also habe ich damit begonnen und recht schnell auch meine Lizenz gemacht und dann ist es einfach immer mehr geworden und man hat sich als Trainer eingearbeitet. Natürlich auch Gefallen daran gefunden.

2. Was macht dir besonders am Trainerdasein Spaß?
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Da ich beruflich ja auch tagtäglich mit Jugendlichen zu tun habe, ist es klar, dass ich mich prinzipiell in diesem Feld zu Hause fühle. Ich betrachte dieses Ehrenamt als etwas Wichtiges, um den jungen Leuten eine Möglichkeit zur Freizeitbeschäftigung zu geben. Aber natürlich auch, um die Spieler fußballerisch weiterzuentwickeln. Der ausgewogene Part zwischen Freude und Entwicklung und Erfolg ist eine reizvolle Kombination, die die Arbeit spannend macht. Junge Leute heute bei Laune zu halten, ist eine schwierigere Aufgabe als sie das vor zehn Jahren war. Das ist teilweise natürlich ein Stück weit schwierig für uns als Trainer, aber auch reizvoll, dies zu schaffen. Im Sport geht es vor allem auch um Erfolg und um diesen zu erhalten, muss man ein Spannungsfeld zwischen Spaß und Disziplin erzeugen, ohne dieses ein erfolgreiches Betreiben der Sportart kaum möglich ist. Dies zu schaffen ist eine ganz spezielle Herausforderung.

3. Was sind deine Aufgabe und wie viele Stunden investierst du in der Woche?
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Als Trainer hast du natürlich mehr Aufgaben als das im ersten Moment ersichtlich wird. Du musst das Training planen und durchführen, aber natürlich auch auswerten! Du musst dir die Frage stellen, was hat im Training funktioniert wo musst du nur nach korrigieren, was musst du wiederholen was musst du verändern! Ohne eine gute Planung und Auswertung kann in meinen Augen eine Entwicklung der Mannschaft kaum stattfinden. Die Zeit und Energie, die du dafür verwendest, hängt natürlich von dir selbst ab, wie gründlich und genau du das machst und dann ist es auch nicht immer gleich. Aber ein Training wird sicherlich nicht in 5 Minuten vorbereitet sein. Neben diesem Trainingsbetrieb oder auch Spielbetrieb gehört es aber auch dazu, viele andere Dinge nebenbei zu organisieren. Da ist man als Trainer froh, wenn man einen Mannschaftsleiter und Co Trainer hat. Ich habe dieses Glück und werde dort zum Glück sehr gut entlastet. Es gibt aber ganz viele Trainer, die nicht dieses Glück haben und dann ist das natürlich eine starke Leistung, alles zu organisieren.
Eine genaue Stundenanzahl, die man wöchentlich aufbringt, kann man nicht nennen. Da es sehr, sehr unterschiedlich ist. Sagen wir aber so: Du hast jeden Tag etwas zu tun und es vergeht kein Tag, wo du nichts organisieren oder klären musst!

4. Gibt es Dinge, die dich manchmal nerven bzw. die du nicht so toll findest?
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Ja, natürlich gibt es diese Dinge, wenn du zum Beispiel mit dem Verband sprechen musst, um organisatorische Dinge zu klären, es von dessen Seite her teilweise aber kompliziert gemacht wird und es deine Arbeit behindert. Du ärgerst dich natürlich auch, wenn die Jungs mal einen schlechten Tag hatten und das vielleicht nicht erfüllen konnten, was du dir vorgenommen hattest. Dann musst du dich aber trotzdem immer wieder am Ende besinnen, dass dies ein Hobby ist und am Ende immer ein positives Gefühl bei Trainer und Mannschaft stehen sollte.

5. Was soll deiner Meinung nach im Jugendfußball bzw. im Amateurfußball anders laufen?
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Gemeckert ist immer schnell und natürlich sagt man öfter mal, jenes müsste besser oder anders sein. Aber man braucht auch bessere Lösungen, die dann auch praktikabel sind. Zum Beispiel kann man sich aufregen über weite Fahrtwege im Amateurbereich, nur ist das schwer zu ändern, wenn Vereine aufgrund zu weniger Spieler Spielgemeinschaften gründen müssen. Das ist ein Punkt, den man schwer ändern kann.

6. Anderes Thema...Fair Play und fehlender Respekt gegenüber dem Schiedsrichter. Nicht nur im Kinder- und Jugendfußball ein Thema, sondern auch im Herrenbereich. Was sagst du dazu? Hast du schon mal schlechte Erfahrungen gemacht?
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Das ist aus meiner Sicht ein ganz heikles Thema, weil ich sowohl im Jugendbereich als auch im Männerbereich diverse Erfahrungen sammeln konnte, die von beiden Seiten nicht immer positiv waren. Ich habe zum Beispiel den Eindruck, dass die Art und Weise der Schiedsrichter mit Trainern zu kommunizieren eine Art eingenommen hat, die die Funktion des Trainers sehr abwertet. Und wenn man sich nicht auf Augenhöhe begegnet, braucht man sich nicht wundern, dass Unmut entsteht. Als Sportlehrer steht für mich logischerweise der Fairplay-Gedanke im Vordergrund und der wird von uns auch in der Schule und auf dem Fußballplatz tagtäglich gelebt. Umso erschreckender fasse ich es auf, wenn ich merke in welcher Art Spieler untereinander auf dem Feld kommunizieren beziehungsweise, wenn ich beobachte in welcher Art und Weise Schiedsrichter und Spieler kommunizieren. Gewalt, in welcher Form auch immer, hat im Sport nichts verloren. Trainer sollten dabei als Vorbild vorangehen, auch, wenn es teilweise schwer ist im Zuge der Emotion immer richtig zu reagieren. Ich bin selbst teilweise am Spielfeldrand selbst ein emotionaler Mensch. Beleidigungen oder die Anwendung von Gewalt sollten jedoch niemals eine Rolle spielen! Dies gilt aber auch für Eltern

 

Danke David! Wir wünschen dir weiterhin viel Erfolg!

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Donnerstag

Platz der Einheit

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November-März


Dienstag

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Mittwoch

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