Wichtiger Sieg im Spitzenspiel

20 10 2013

Von: hz

Am 8. Spieltag der laufenden Saison stand für die Dritte ein schweres Auswärtsspiel beim bisher ungeschlagenen Kleinwaltersdorfer SV an, welches auf einem schwer zu bespielenden Hartplatz ausgetragen werden sollte. Aufgrund des Mangels an der Anzahl der Umkleidekabinen konnten sich die Spieler der Dritten erst spät umziehen und mussten so ein verkürztes Aufwärmprogramm absolvieren.

Dennoch begannen sie die Partei hellwach, denn Coach Hesse stellte die Mannschaft gut auf den unangenehm zu spielenden Gegner ein. Nach einer kurzen Abtastphase, in der die Hausherren mehr Spielanteile hatten und die Freiberger versuchten, aus einer sicheren Defensive zu agieren, konnten dennoch die Freiberger das erste Ausrufezeichen setzen. Mönch konnte in der 8. Spielminute von seinem Gegenspieler nur unfair im Strafraum gebremst werden. Den berechtigten Foulelfmeter verwandelte Zielke H. sicher – die beruhigende und schnelle Führung.

In Folge an diesen Treffer versuchten die Gastgeber nun mehr Druck auszuüben. In den nächsten Spielminuten stand die Abwehr um Libero Ramm aber bis auf eine Ausnahme als die Kleinwaltersdorfer sich gut vors Tor kombinierten, dann aber freistehend verzogen, sicher. In Spielminute 25 konnte die Heimmannschaft dann jedoch das 1:1 erzielen, als nach einer Freistoßflanke der Kleinwaltersdorfer Angreifer den Ball freistehend verwerten konnte. Doch wie im letzten Spiel gegen Linda gaben die Freiberger ihrerseits nun die richtige Antwort. Nach einem langen Ball aus der eigenen Hälfte behauptete Mönch den Ball stark und verlängerte dann auf den gestarteten Ustenko. Auch dieser konnte sich gegen zwei Gegenspieler durchsetzen und dann überlegt einschieben (32.). Nur zwei Minuten später wurde Zielke H. bei einem Dribbling etwa 22 Meter vor des generischen Tores zu Fall gebracht. Walter zirkelte den Ball so über die Mauer, dass er vor dem Heimtorwart tückisch aufsetzte. Der Platz tat sein übriges dazu und so landete der Ball zum 1:3 in den Maschen (34.). Mit dieser Führung ging es dann in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel begannen die Freiberger hellwach und konnten wieder Nadelstiche nach vorne setzen. Ein Doppelschlag von Kaprolat in Minute 47 und 51 schien die Vorentscheidung zu sein. Zweimal zog er jeweils nach Vorarbeit von Mönch beziehungsweise Ustenko kurz vor dem Strafraum ab.


Doch unerklärlicherweise verloren die Freiberger nun völlig den Faden und ließen die Gastgeber wieder ins Spiel zurück kommen. Diese stellten mit zwei schnellen Toren den Anschluss her und drückten auf weitere Tore (60. und 63.). Nach diesen beiden Treffern versuchten die Freiberger das Spiel zu beruhigen und konnten die nun bestimmenden Kleinwaltersdorfer einigermaßen vom eigenen Tor fernhalten. Vor allem die Heimfans trugen mit unpassenden Kommentaren gegen Spieler und Schiedsrichter dazu bei, dass die Atmosphäre auf dem Platz nun hitziger wurde. Die Freiberger verpassten es, für entlastenden Angriffe zu sorgen und standen tief in der eigenen Hälfte. In Minute 86 dann der Blackout in der Freiberger Hintermannschaft. Einen eigentlich schon geklärten Ball wähnte Ramm im Aus und stellte das Spielen ein. Doch ein Kleinwaltersdorfer schaltete am schnellsten, holte sich den liegenden Ball im Strafraum ab und wurde von Gehrke zu Fall gebracht – Elfmeter – 4:5-Anschlusstreffer. Jeder Freiberger wusste, dass nun eine sehr unangenehme Schlussphase beginnen würde. Mit viel Einsatz, Leidenschaft aber auch dem nötigen Quäntchen Glück brachten die Freiberger den Vorsprung dann doch über die Zeit. Damit fahren die Freiberger einen enorm wichtigen Auswärtssieg ein und konnten gleichzeitig vom Punktverlust von Neuhausen/Cämmerswalde profitieren. Die Freiberger nutzten die sich bietenden Torgelegenheiten eiskalt aus und gewannen vor allem aufgrund der guten Chancenauswertung. Der spielerische Einbruch nach dem 1:5 sollte jedoch nochmals ausgewertet werden.

Ein großes Lob gilt es dem Schiedsrichter auszusprechen, welcher trotz persönlicher Beleidigungen seitens der Heimfans in der hitzigen Partie immer einen kühlen Kopf bewahrte und alle spielentscheidenden Szenen richtig beurteilte und sich nicht von der sich verbreitenden Unruhe anstecken ließ.

 

"Das war eine sehr gute kämpferische Leistung meiner Mannschaft auf ungeliebten Boden. Auch wenn die Jungs es sich zum Schluss selber schwer gemacht hatten, haben sie meine Vorgaben 1:1 umgesetzt" so ein zufriedener Coach nach dem Spiel.

Es spielten: Gehrke, Einhorn, Ramm, Glaser (60. Baldauf), Schmidt, Walter, Hofmann, Kaprolat, Zielke H., Mönch (91. Sarodnik), Ustenko (88. Thiemer)

 

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